5 Sekunden Mietspiegel-Berechnungsgrundlage Rechner

5 Sekunden Mietspiegel-Berechnungsgrundlage Rechner

Was passiert mit einem Durchschnitt, wenn ältere Mietwerte dazukommen? Mit diesem Rechner probierst du es an einer eigenen Mietannahme aus. Du gibst eine angenommene Nettokaltmiete in Euro je Quadratmeter und Monat, ihre jährliche Änderung und die Zahl der Stichtagswerte ein. Der Rechner setzt die Stichtage jeweils zwölf Monate auseinander und mittelt alle Mietansätze gleich. Es sind monatliche Mietwerte im Jahresabstand, keine Jahresmietsummen.

Du siehst, wie weit dieser Durchschnitt von deinem aktuellen Ausgangswert entfernt ist. Die Startwerte sind ein fiktives Beispiel. Für einen tatsächlichen örtlichen Vergleich brauchst du den veröffentlichten Mietspiegel deiner Gemeinde und die passende Einordnung deiner Wohnung.

Schlüsselfakten auf einen Blick

  • Der aktuelle Wert zählt mit: Sechs Werte reichen fünf Jahre zurück.
  • Steigende, gleichbleibende und sinkende Mietannahmen sind möglich.
  • Du erhältst einen Modelldurchschnitt und die zugehörigen Jahreswerte. Eine rechtlich zulässige Miete wird daraus nicht ermittelt.

Zum historischen Hintergrund bleibt der Artikel zum Bundestagswahlkampf 2021 verlinkt. Die eigene Jahresreihe dieses Rechners bildet daraus keine örtlichen Mietspiegeldaten nach.

Um genau diese Frage zu beantworten, habe ich den kostenlosen Online-Rechner, den du unten findest, programmiert.

Mietentwicklung: dein Rückblick aus Jahreswerten
Rechne mit deinen Angaben. Startwerte sind Beispiele.
Durchschnitt deiner Jahreswerte
—
Durchschnitt aller angenommenen Jahreswerte, jeder zählt gleich viel. Keine ortsübliche Vergleichsmiete.
Ältester Mietansatz
—
Rückgerechneter Wert zum ältesten dargestellten Monat. Bei positiver Änderung liegt er niedriger, bei negativer Änderung höher als dein aktueller Modellwert.
Aktueller Mietansatz
—
Deine aktuelle Annahme auf derselben Miet- und Flächenbasis; kein ermittelter Wert einer Gemeinde oder Wohnung.
Aktueller Wert minus ältester Wert
—
Positiv bedeutet im Modell einen Anstieg vom ältesten zum aktuellen Wert, negativ einen Rückgang. Kein tatsächlicher Vertragsverlauf und keine zulässige Mieterhöhung.
Durchschnitt minus aktueller Mietansatz
—
Ein Minus bedeutet: Der Durchschnitt liegt unter deiner aktuellen Annahme; ein Plus: darüber. Kein zulässiger Mietaufschlag.
Abstand des Mittels zum aktuellen Wert
—
Modellmittel minus aktueller Modellwert, geteilt durch den aktuellen Modellwert und mal 100. Das Vorzeichen bedeutet dasselbe wie bei der Euro-Differenz.
Anzahl gleich gewichteter Werte
—
Aktueller Wert plus ein Wert je früherem Jahr, alle gleich gewichtet.
Ältester Monat
—
Zum selben Kalendermonat wie dein aktueller Modellwert, entsprechend viele Jahre früher. Kein Datum eines Mietvertrags oder eines amtlichen Mietspiegels.
€ pro m² und Monat

Einheitlicher Ausgangswert deiner angenommenen Nettokaltmiete je Quadratmeter und Monat. Ein Angebot oder eine eigene Annahme ist kein amtlicher Mietspiegelwert.

Eigener nachvollziehbarer Ansatz mit derselben Miet- und Flächenbasis. Eine Wohnungs-Gesamtmiete vorher durch die passende Fläche teilen.

% pro Jahr

Konstante eigene Annahme. Bei positiven Werten sind frühere Modellwerte niedriger; bei negativen Werten waren sie höher. Das ist keine geladene örtliche Mietstatistik.

Eigene Szenarioannahme. Stelle sicher, dass deine Bezugsgröße über alle Jahre dieselbe bleibt; der Rechner prüft keine Marktdaten.

Der aktuelle Wert zählt mit: Sechs Werte sind der aktuelle und fünf frühere Jahreswerte. Bei einem Wert enthält die Reihe nur den aktuellen Monat.

Selbst gewählter Rückblick. Die Anzahl ist keine gesetzliche Betrachtungsfrist und kein automatisch geladener Mietspiegeldatensatz.

Jede ältere Zeile liegt genau zwölf Monate zurück. Auch der älteste Monat muss darstellbar sein; vor Januar des Jahres 1 kann die Reihe nicht beginnen.

Stichtag deiner eigenen Annahme. Oktober 2026 ist ein Beispiel; es werden weder aktuelle Mietdaten noch Vertragsdaten abgerufen.

Angenommene Jahresreihe mit konstanter Änderung und gleichen Gewichten; keine amtlichen oder örtlichen Mietspiegeldaten. Der Rechner bestimmt weder eine zulässige Miete noch einen rechtlich möglichen Mietaufschlag. Wählbar sind 0 bis 1.000 € pro m² und Monat, −10 % bis 25 % Änderung und 1 bis 100 Werte; das sind Rechengrenzen, keine Marktwerte oder Empfehlungen.
Den Rückblick richtig einordnen
  • Beispiel: 12 € pro m² und Monat im Oktober 2026, 5 % jährliche Änderung und sechs Werte ergeben einen Rückblick bis Oktober 2021. Alle sechs ungerundeten Werte ergeben zusammen einen Durchschnitt von rund 10,66 €; der älteste Wert liegt bei rund 9,40 €.
  • Der aktuelle Wert zählt mit. Ein längerer Rückblick ergänzt ältere Jahreswerte; es werden alle Werte gemittelt, nicht nur der erste und der letzte.
  • Bei positiver Änderung werden frühere Werte durch den jährlichen Wachstumsfaktor zurückgerechnet. Bei negativer Änderung waren die modellierten früheren Werte höher. Ein längerer Rückblick muss deshalb nicht zu einem niedrigeren Mittel führen.
  • Geldwerte werden erst für die Anzeige einzeln auf Cent gerundet. Kleine von null verschiedene Abstände bleiben als „unter 0,01 €“ erkennbar; aus gerundeten Zeilen kann ein leicht anderer Durchschnitt entstehen.
  • Lege für einen tatsächlichen Vergleich den veröffentlichten Mietspiegel deiner Gemeinde und die passende Wohnungseinordnung daneben. Ausgabe, Datenstand und Wohnungsmerkmale prüfst du im Original. Dieser Rechner lädt und bestätigt keinen solchen Vergleichswert.

Modell und örtlichen Mietspiegel unterscheiden

Lies nach, was einen Mietspiegel ausmacht. Für einen tatsächlichen örtlichen Vergleich brauchst du die veröffentlichte Ausgabe deiner Gemeinde und deren Einordnungsregeln.

Was ist ein Mietspiegel?

So gibst du deine Jahresreihe ein

  1. Aktueller Modellwert: Trage deine eigene Nettokaltmietannahme in Euro je Quadratmeter und Monat ein. Hast du nur die monatliche Gesamtmiete, teile sie vorher durch die dazugehörige Fläche. Verwende für alle Werte dieselbe Miet- und Flächenbasis.
  2. Jährliche Änderung: Wähle eine konstante eigene Annahme. Bei plus 5 % sind die früheren Modellwerte niedriger, bei minus 5 % höher. Der Rechner lädt keine Mietstatistik.
  3. Zahl der Jahreswerte: Der aktuelle Wert zählt bereits als erster Wert. Bei sechs Werten kommen fünf frühere Jahreswerte hinzu.
  4. Bezugsmonat: Wähle den Monat deiner aktuellen Annahme. Jede weitere Zeile liegt genau zwölf Monate zurück.

Beispiel: 12 Euro je Quadratmeter und sechs Jahreswerte

Du setzt für Oktober 2026 eine Nettokaltmiete von 12 € je Quadratmeter und Monat an. Außerdem nimmst du eine jährliche Steigerung von 5 % an. Daraus ergibt sich dieser Rückblick:

Fiktive Jahreswerte bei 5 % angenommener jährlicher Steigerung
Modellmonat Miete (€/m²/Monat)
Oktober 2026 12,00
Oktober 2025 11,43
Oktober 2024 10,88
Oktober 2023 10,37
Oktober 2022 9,87
Oktober 2021 9,40

Der Durchschnitt aller sechs Werte beträgt 10,66 € je Quadratmeter und Monat. Er liegt damit rund 1,34 € je Quadratmeter und Monat beziehungsweise 11,18 % unter deinem aktuellen Ansatz von 12 € je Quadratmeter und Monat. Der älteste Modellwert liegt im Oktober 2021 bei rund 9,40 €.

Die Tabellenwerte sind einzeln auf Cent gerundet. Für den Durchschnitt verwendet der Rechner die ungerundeten Werte. Deshalb kann das Nachrechnen allein mit den angezeigten Centbeträgen geringfügig abweichen.

So wird zurückgerechnet und gemittelt

Eine angenommene Steigerung um 5 % hat den Jahresfaktor 1,05. Für ein früheres Jahr teilst du den aktuellen Wert durch 1,05; für zwei Jahre durch 1,05 mal 1,05. Danach addierst du sämtliche Jahreswerte und teilst ihre Summe durch ihre Anzahl.

\text{Jahreswert k Jahre zuvor} = \dfrac{\text{aktueller Wert}}{(1 + \text{jährliche Änderung}/100)^k}

\text{Durchschnitt} = \dfrac{\text{Summe aller Jahreswerte}}{\text{Anzahl der Werte}}

Jeder Jahreswert trägt denselben Anteil zum Durchschnitt bei. Bei sechs Werten hat daher jeder ein Gewicht von einem Sechstel.

Hinweis: Du suchst nach einer Übersicht über die aktuellen Marktmieten an verschiedenen Standorten? Dann schaue dir unbedingt auch den Immoprentice Immobilien Atlas an. Dort findest du durchschnittliche Kaufpreise, Mietpreise und Renditen sowie wichtige Demografiedaten zu den größten 82 Städten Deutschlands in einer übersichtlichen Tabelle.

Mehr Jahreswerte: So verändert sich dein Durchschnitt

In allen folgenden Zeilen bleibt der aktuelle Ansatz bei 12 € je Quadratmeter und Monat im Oktober 2026. Die angenommene jährliche Steigerung beträgt jeweils 5 %. Du veränderst ausschließlich die Zahl der einbezogenen Werte:

Eigene Jahresannahmen mit unterschiedlicher Zahl gleich gewichteter Werte
Jahreswerte N Ältester Monat Mittel (€/m²/Monat) Abstand (%)
1 Oktober 2026 12,00 0,00
2 Oktober 2025 11,71 -2,38
4 Oktober 2023 11,17 -6,92
6 Oktober 2021 10,66 -11,18
10 Oktober 2017 9,73 -18,92

Bei dieser positiven Steigerungsannahme kommen mit einem längeren Rückblick niedrigere Werte hinzu. Der Durchschnitt sinkt. Bei gleichbleibenden Werten bleibt er unverändert. Bei einer negativen jährlichen Änderung liegen frühere Modellwerte höher: Mit minus 5 % und sechs Werten beträgt der Durchschnitt bei derselben aktuellen Annahme rund 13,69 € pro m² und Monat.

Die Differenz in Euro je Quadratmeter und Monat bedeutet immer Durchschnitt minus aktueller Wert. Ein Minus zeigt einen niedrigeren Durchschnitt, ein Plus einen höheren. Der Prozentabstand teilt diese Differenz durch den aktuellen Modellwert. Er ist kein erlaubter Aufschlag auf eine Miete.

Alle Mietansätze sind nominal. Der Rechner bereinigt sie nicht um Inflation und berechnet daraus keine Immobilienrendite. Eine angenommene Mietsteigerung ist deshalb noch keine Aussage über deine Kaufkraft.

Was du für einen tatsächlichen örtlichen Vergleich brauchst

Ein Mietspiegel ist eine örtliche Übersicht über die Vergleichsmiete im Sinne von § 558c BGB. Für die Einordnung deiner Wohnung verwendest du die Merkmale und Einordnungsregeln der konkreten örtlichen Veröffentlichung. § 558 BGB beschreibt die ortsübliche Vergleichsmiete anhand vergleichbaren Wohnraums.

Lege deshalb die veröffentlichte Ausgabe deiner Gemeinde daneben und prüfe Datenstand, Wohnungsmerkmale und passende Kategorie im Original. Sechs selbst erzeugte Jahreswerte ersetzen keine tatsächlichen örtlichen Mietdaten. Dieser Rechner prüft weder eine Neuvermietungsmiete noch ein Mieterhöhungsverlangen oder die Anwendung der Mietpreisbremse.

Nullwerte und Grenzen deiner Annahmen

Bei nur einem Wert sind aktueller Wert, ältester Wert und Durchschnitt identisch. Bei einer aktuellen Modellmiete von 0 € bleiben die Mietwerte und ihre Betragsdifferenzen gültig 0 € je Quadratmeter und Monat; ein prozentualer Abstand zu diesem Nullwert ist nicht definiert. Das erklärt der Rechner direkt am Ergebnis.

Du kannst 1 bis 100 ganze Jahreswerte, eine aktuelle Modellmiete von 0 bis 1.000 € je Quadratmeter und Monat und eine Änderung von −10 bis 25 % wählen. Diese wählbaren Bereiche sind Rechengrenzen, keine Marktwerte oder Empfehlungen. Auch der älteste Monat muss ab Januar des Jahres 1 liegen. Alle Jahreswerte bleiben reine Annahmen mit demselben Änderungsfaktor und gleichem Gewicht.

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Fazit

Mit dem Rückblick erkennst du, wie deine Änderungsannahme und die Zahl der Jahreswerte zusammenwirken. Vergleiche zunächst zwei überschaubare Szenarien und schau dir die Einzelwerte an. Für Entscheidungen zu einer konkreten Wohnung gehst du anschließend zur passenden örtlichen Veröffentlichung und ihren Einordnungsregeln.

Kann ich an dem Rechner etwas verbessern, damit du ihn besser nutzen kannst? Lass‘ es mich in den Kommentaren wissen!

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2 Kommentare zu „5 Sekunden Mietspiegel-Berechnungsgrundlage Rechner“

  1. Bitte den oberen Wert für die aktuelle Marktmiete (Kaltmiete) auf 3000 Euro setzen. Der jetzige Oberwert von 1500 Euro ist zu niedrig.

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